Das Tennisjahr 2020 neigt sich seinem Ende entgegen. Es war ein außergewöhnliches Jahr, fast durchgängig geprägt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Der amerikanische Schriftsteller Henry Valentine Miller hat einmal treffend ausgeführt:
„Leben ist das, was uns zustößt, während wir uns gerade etwas ganz anderes vorgenommen haben.“

Wir alle hatten uns sicher – und nicht nur im Tennissport – etwas völlig anderes vorgenommen und haben nun doch dieses besondere Jahr gemeinsam erlebt.

Nach der ersten Welle im Frühjahr und der dann folgenden Atempause im Sommer erleben wir nun die zweite, deutlich ausgeprägtere Welle der Pandemie mit vielen Schwerkranken und auch Verstorbenen. Die Viruspandemie hat weitreichende Beschränkungen für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und private Leben nach sich gezogen. Aktuell ist erneut eine Ausweitung von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erforderlich geworden. Dies betrifft uns alle, jeden einzelnen aber in seiner persönlichen Situation auf ganz eigene Weise.

Der Sport im allgemeinen und der Tennissport im besonderen sind von diesen Beschränkungen nicht verschont geblieben. Konnten wir die Medenspiele im Sommer noch weitgehend nachholen und bis Oktober in nahezu gewohntem Maße in unseren Vereinen Tennis spielen und auch das gesellschaftliche Leben pflegen, ist all dies seit Anfang November nicht mehr möglich. Die
Tennisanlagen und -hallen sind geschlossen, die Winterhallenrunde findet bislang nicht statt und wird möglicherweise ganz abgesagt. Die Initiative der drei Tennisverbände in Nordrhein-Westfalen, zumindest Tennis-Einzel in den Hallen zu ermöglichen, war leider nicht erfolgreich. Dies ist bedauerlich, aber letztlich dem Umstand geschuldet, dass in allen Bereichen des öffentlichen Lebens Kontakte so weit wie möglich vermeiden werden sollen. Für den Breitensport – anders als für den Profisport - gibt es dann eben keine Ausnahmen.

In diesem Jahr wurden wir alle in unseren Tennisvereinen vor die Aufgabe gestellt, die Anforderungen einer Pandemie zu bewältigen. Dies bedeutete für uns, die ehrenamtlich tätig sind, ein Mehr an Arbeit, Zeitaufwand und vor allem Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitglieder. Diese Aufgabe haben Sie allen in Ihren Vereinen mit Bravour gemeistert. Ohne Ihren
persönlichen Einsatz und das besonnene Verhalten all unserer Tennisspieler, ohne die strikte Beachtung unserer Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte wäre es nicht möglich gewesen, die Tennissaison 2020 im wesentlichen erfolgreich durchzuführen.

Dafür danke ich Ihnen im Namen des gesamten Vorstands des Tennisbezirks 2 recht herzlich.

Immer dann, wenn uns „das Leben zustößt“ und unsere Pläne durchkreuzt, liegt darin auch eine Chance, neues zu erfahren und zu schaffen. Dies lässt uns vorsichtig optimistisch in die Zukunft blicken und hoffen, dass wir – nicht zuletzt durch die neu entwickelten Impfstoffe – die Corona-Pandemie letztlich in den Griff bekommen und zu unserem normalen Leben zurückkehren werden. In diesem Sinne hoffen wir, dass wir Sie möglichst bald wieder gesund und aktiv
Tennis spielend auf Ihren Tennisanlagen wiedersehen werden.

Der gesamte Vorstand wünscht Ihnen, Ihren Mitgliedern, Angehörigen und Freunden ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und einen gutes und glückliches neues Jahr 2021. Vor allem aber: Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße, Ihr
Lutz Benninghoff
und die Vorstandsmitglieder des Tennisbezirks 2 - Rechter Niederrhein e.V.